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Welch ein Sommer!
Freund Koschyk und Freund
Nüssel luden zum Sommernachtsfest mit vorheriger praktischer Anleitung, selbst
für die nötigen Taler zu sorgen, um sich die finanziellen Mittel für ein
eigenes Schloss zu beschaffen.
Aber erst mal alles auf
Anfang:
Der Plan sah eine praktische
Weiterbildung für alle Familienmitglieder vor. Treffen in Goldkronach mit 20
minütigem Spaziergang zum ersten Meilenstein, dem Informationszentrum.
Merkwürdig schien schon beim
Lesen des Programms die Nennung „20 Minuten Hinweg, 25 Minuten zurück“. Die
meisten geneigten Leser des Programms werteten das wohl als Tippfehler.
Glück hatte die Schreiberin
dieser Zeilen, da sie die Past-Präsidentin auf dem Parkplatz ins Auto einladen
konnte, was dazu führte, dass der Beschluss mit dem Wagen zu fahren und auf das
Lauferlebnis mit den High-Heels zu verzichten schnell gefasst war und wir
unterwegs die tapferen einzelnen Wandergruppen zum Durchhalten bei ihrem
gefühlten 2 Stunden-Aufstieg anfeuern konnten.
Im idyllischen Informationszentrum
angelangt, gab es erst mal Kaffee und Kuchen und – nach vollständiger Sammlung
aller Teilnehmer – einen Film zum Thema GOLDWASCHEN IM FRÄNKISCHEN. Gut, dass
sogleich danach ein Becken mit allem Zubehör zur Verfügung stand, um die ersten
Gehversuche zu diesem sensiblen Thema unternehmen zu können. 
Dadurch angefeuert, ging es
frohgemut einem einheimischen Führer hinterher, der die verborgenen Grotten zum
Abbau des Edelmetalls im dichten Wald zu kennen vermeldete. Alle etwa
angedachten Heimlichkeiten hatten ein abruptes Ende, da die Truppe sich in
leuchtend gelbe Mäntelchen kleiden musste, dazu Grubenlampen und Helme. Nun ging
es in die Grube!
Aus gewöhnlich gut
unterrichteten Kreisen verlautete, dass sich mindestens zwei Teilnehmer nach
dem ersten erkennbar drohenden Schlammbad für die guten Schuhe, abseilten. Welch
eine Schande! Gut war das aber auch wiederum, weil der Präsident durch all das
Goldfieber durcheinander gebracht, die Glocke im Info-Zentrum vergaß und diese
Trophäe nicht einem x-beliebigen Spaziergänger überlassen werden musste,
sondern durch die Abtrünnigen gesichert werden konnte.
Den Abschluss des
Nachmittages bildete ein Besuch des aufschlussreichen Goldkronacher Bergbaumuseums,
bei dem seither neben den Exponaten auch ein Eintrag des RC-Bayreuth im
Gästebuch zu bewundern ist. 
Nun begann der elegante Teil
dieses herrlichen Sommertages, die Einladung der Freunde Koschyk und Nüssel ins
Goldkronacher Schloss!
Weiß gedeckte und mit Kerzen
illuminierte Tafeln, gefüllte Bierfässer und das allseits sehnlich erwartete
gegrillte Spanferkel lagen schon in der Luft. 
Der frisch gekürte Präsident
überreichte zum Dank im Namen aller, den beiden Gastgeberinnen einen Blumen-Strauß
und brachte folgendes selbstgereimte Gedicht zum Vortrag:
Zwei Freunde in Berlin, saßen bei den Preißen,
und dachten sich: „Hier kann man nix reißen!“
Sagt der eine: „Du Manfred, was sollen wir machen?“
Sagt der andere: „Weißt was Hartmut, wir lassen es
krachen!
Zuhaus in Oberfranken in Bayern,
Da lass uns mit den Freunden Feiern!
In Rimlas wird die Scheune geräumt,
das wird ein Fest von dem jeder noch Jahre träumt.
Wir feiern mitten in der Natur!“
Sagt der Hartmut: „Doch nicht so, die Freunde
brauchen Kultur!
Essen und Trinken ist gut für den Leib,
ist aber nur ein wenig Zeitvertreib.
Lass uns über den Goldberg gehen,
und den Bergbau unter Tage sehen.
Im Museum formen wir den Geist,
anschließend wird vom Schloss wieder abgereist,
Ganz im Sinne von Humboldt!“
Denkt sich der Manfred: „Was ist denn das für ein
Unhold?“
Der große Tag bricht an,
die Vorbereitung ist getan,
Vor seinem Schloss steht Freund Koschyk,
auf einmal macht es hinter ihm Quiek,
um die Ecke kommt Freund Nüssel,
im Gepäck ein Tier mit Rüssel.
„Lieber Hartmut, sei mir nicht böse,
lass uns feiern, mal ohne Klöße.
Den Geist der Freunde wirst du beglücken,
ich werd Sie mit dieser Sau verzücken.“
So, liebe Freunde, nun sind wir hier
und freuen uns auf das duftende Tier,
der Geist wurde von Humboldt erleuchtet,
gleich ist der Gaumen mit Bier befeuchtet.
Euch liebe Freunde der Berliner Fraktion:
Herzlichen Dank für diese Aktion.
Danach konnte die Genussregion
zeigen was sie kann: Pure Sommernachtsstimmung, beste kulinarische Genüsse und
anregende rotarische Gespräche bis in den späten Abend.
Auch das ist Rotary!
Rommy Schaffer |